9/15/2014

first days of school.

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shirt - urban outfitters
pants - uniqlo
shoes - zara
sunglasses - rayban vintage


Die ersten zwei Wochen habe ich nun hinter mir und trotz vieler neuer Eindrücke hatte ich eigentlich noch nicht viel mit dem Thema "Mode" zu tun. Die Einführungswochen standen
eher unter dem Motto "Wie funktioniert ein Computer?" und "Wie zitiere ich in einer Hausarbeit?"


Während wir uns also fast sieben Stunden mit den Tücken des High-End-Geräts iMac beschäftigten (Zitat: "Dieses Ding da, das aussieht wie eine Gabel - das ist ein sogenannter USB-Anschluss") hämmerte man uns in nur vier Stunden sämtliche Regeln für die (in drei Jahren) bevorstehende Bachelor-Arbeit ins Gehirn.

Ein interessantes Seminar zum Thema "Trendrecherche" gab es auch und ach ja,
der obligatorische "Wir-rufen-einen-Namen-und-werfen-uns-einen-Ball-zu"-Kennenlern-Tag
aka Teambuilding. 
Spannend wurde es dann so richtig als wir uns zum ersten Mal den Nähmaschinen annäherten.
Ich hatte zunächst echt Respekt; Sie sind wesentlich schneller, lauter, stärker und vor allem öliger.  
Das ist wirklich kein Vergleich zu den Haushaltsmaschinen. 

Die Dozenten waren bisher allesamt locker und super sympathisch. 
Blöd nur, dass ich keinen von Ihnen behalten darf.
Ab morgen beginnt der richtige Unterricht und dann sehe ich, mit wem ich es das kommende Semester zu tun haben werde.

Erste Erkenntnis nach zwei Wochen: Ich bin jetzt schon Reif für Peter Zwegat.
Ich werde nur noch von Luft und Liebe leben, denn dieses Studium wird mich arm machen.
Aber auf dieses Thema werde ich noch tiefer eingehen.


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Translation:  Two weeks in school and I did not learn anything about fashion design yet.
I basically got a seven hour workshop about "how to work with an iMac" and "how do I quote".
But anything about fashion? - nope.
Oh and of course we had all those obligatory games to get to know each other better.
They called that "team building"and it was actually quite funny although I really hate this stuff.
I was really excited when we tried the industrial sewing machines for the first time, which are much louder, stronger and especially more oily than the domestic sewing machines.
The academics were all really nice and easy; too bad I won't have one of them during lessons,
which start tomorrow.


 First realization: I'm already broke. This school will kill me financially.

9/11/2014

Lotta.

Lotta10blogLotta7klLotta5blogblog4Lotta2klLotta8sw Ich hatte nun schon öfters die wunderbare Möglichkeit mit Lotta-Liina zu fotografieren.
Aber dieses Unterwäsche-Shooting für Gooseberry Intimates war für uns beide wirklich etwas besonderes und durchaus auch eine kleine Herausforderung; zugegebenermaßen für sie wohl mehr als für mich.
Um sich in Unterwäsche im Netz zeigen zu können bedarf es schließlich einer Menge Mut und einer großen Portion Selbstbewusstsein. Ich denke aber Lotta muss sich keine Sorgen machen, oder?

mehr Bilder gibts hier: KLICK
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Translation:   
For several times now I had the opportunity to take photos of lovely Lotta-Liina.
But this lingerie-shooting for Gooseberry Intimates was definitely something special and
kind of a challenge. I have to admit it was obviously more a challenge for her than for me.
It takes a lot of courage and self-confidence to show yourself to strangers just in underwear.
For sure it's something very personal. But I think she can proudly show her marvelous body because there is absolutely nothing to be ashamed of. Don't you think so?

9/07/2014

the new one in town.

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Meinen letzten Urlaub verbrachte ich in einem sehr kleinen Ort im Süden Frankreichs.
Es ist so wahnsinnig interessant, was für eine Dynamik in einer Dorfgemeinde herrscht.
Man kennt sich, ist für einander da und man redet viel.

Man redet wenn man sich beim Bäcker trifft, auf dem Markt oder auf einem kleinen Straßenfest. Lehrer, Schüler, Polizisten, Eltern und Metzger sitzen dann mit einem Glas Rosé an einem Tisch und sprechen über Gott, andere Dorfbewohner und die Welt.
Ich empfand dies als sehr schön. Statussymbole wie Klamotten oder Smartphones haben hier einen anderen Stellenwert. Sie sind zweitrangig. Vielmehr geht es hier um den Menschen; um die Freundschaft; um die Gemeinschaft.

Versteht mich nicht falsch, es handelt sich hier nicht um irgendwelche Hinterwäldler.
Technisch ist man auch hier auf dem neuesten Stand. Jeder besitzt Fernseher, W-Lan oder ein Smartphone. Aber genau dieses liegt eben nicht ständig auf dem Tisch und wird während eines Gespräches immer wieder in die Hand genommen, um zu schauen, ob nicht jemand wichtiges geschrieben hat.
Obwohl man auch hier im TV mit den neuesten Modetrends bombardiert wird, kauft man seine Klamotten im Supermarkt. Warum auch nicht? Mode-Boutiquen gibt es erst in der nächsten großen Stadt und ohnehin würden diese hier sicherlich auf ihren Kleidern sitzen bleiben.
Auch hier gibt es zwar Menschen, die sich gerne aufhübschen; die gerne schöne Sachen anziehen.
Aber so viel mehr Geld für Klamotten auszugeben als für Lebensmittel? Das gibt es nicht.

Lebensmittel sind hier der wahre Luxus. Die Mahlzeiten sind Events und dafür gibt man auch gerne etwas mehr aus. Man genießt, investiert Geld und vor allem Zeit.
Aber Mode? Der Unterschied würde ohnehin so gut wie niemandem auffallen und die Leute würden dich für verrückt erklären, wenn sie wüssten, wie viel du für eine ganz normale Jeans bezahlt hast.

Als ich das alles beobachtete, habe ich mich oft gefragt, wie ich mich entwickelt hätte,
wenn ich hier aufgewachsen wäre. Hätten mir die Medien meine ganze Kindheit lang eine für mich bessere, "schönere" Welt vor Augen geführt? Wäre ich deshalb todunglücklich gewesen, in einem Dorf zu leben, in dem man scheinbar kein Verständnis für Mode hat? Hätte ich es nicht erwarten können, endlich von diesem eingestaubten Ort zu entfliehen?
Oder hätte ich das alles geliebt? Die Natur, die Menschen, die kommerzielle Isolation?
Ich weiß es nicht. Ist ein Interesse angeboren oder wird sie durch das Umfeld beeinflusst?

Um ehrlich zu sein könnte ich mich wirklich gut an einem Gemüsestand auf dem Markt vorstellen.
Die kräftigen Farben, die unterschiedlichen Formen, welche keiner EU-Norm entsprechen.
Und die Tatsache, dass man die Natur dabei unterstützt hat, etwas zu erschaffen,
das Menschen nährt und erfreut.
Meine geliebte Tomatenpflanze gibt dieser Vermutung durchaus Recht.

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Translation: I spent my holidays in a tiny village in the south of france.
For me as a city boy, it is really interesting how people are living in such a small community.
It seems like everyone knows each other. But more important: it seems like they actually
care about each other as well.
When you meet someone in the bakery, in the market or during a little village fair you're having conversations. You don't ignore the person, pretending not to know him. You're talking.
And so you can see a lot of different people from different professions sitting at one table,
drinking a glass of wine, talking about everything. They don't care about your clothes, they don't care about smartphones. Sure, they're in possession of them, but you don't get the impression that that's what they live for. Everything is about the human, the friendship, the community.
You just don't spend all your money on clothes. You spend them on groceries, which is awesome!
Food is a luxury. Meals are events and so its totally fine to spend a bit more money for great food.
But fashion? They will call you crazy, when you're paying a lot of money just for a normal pair of jeans.

I was thinking about how I would have been today, if I grew up in a tiny village like that.
Honestly, I could imagine, having a little vegetable stall on a market.
The bold colors, the different shapes, which do not correspond any EU-standards...
And the fact that you support the natural process of creating something that nourishes and delights people, My beloved tomato plant definitely speaks for that.

8/31/2014

fine feathers make fine birds.

Der erste Tag an einer neuen Universität oder Schule ist immer etwas besonderes.
Zum ersten Mal trifft man die Menschen, mit denen man (ehrlicherweise gezwungenermaßen)
die nächsten Jahren verbringt. An der Universität genießt man bis zu einem gewissen Teil noch etwas Anonymität, wenn man möchte. Unter 800 Studierenden fällt man nicht unbedingt auf und ohnehin gibt es dann die unzähligen verschiedenen Profile, Kurse und Neigungsfächer.
Wenn die Klasse aber nur ca. 20 Menschen zählt und man immer zusammen unterrichtet wird
ist es einfacher jeden einzeln zu betrachten. Als wäre da die Frage nach dem
"Was ziehe ich bloß an?" nicht sowieso schon schwer genug, so scheint sie an einer Modeschule noch eine viel bedeutendere Rolle zu spielen. Zumindest werde ich schon seit Wochen aufgeregt danach gefragt, was ich anziehen will.

Jaja, der erste Eindruck zählt und so. Ich würde lügen wenn ich sagen würde, ich hätte noch überhaupt nicht über mein Outfit nachgedacht. Großartig geplant habe ich jedoch wirklich nicht.
Erfahrungsgemäß gelingen mir die schönsten Kombinationen immer dann, wenn ich mir in Eile etwas aus dem Kleiderschrank ziehe; zu langes grübeln und ausprobieren ging meist eher nach hinten los. So lasse ich also nun das Wetter und meinen Gemütszustand entscheiden, welches Bild ich an meinem ersten Tag rüberbringen möchte.
Für ein selbstbewusstes Auftreten zählt für mich in erster Linie, dass ich mich zu 100% wohlfühle
und somit wird das die Intention dahinter sein. Ich bin nicht der Typ, der mit seinen Klamotten seine Kreativität nach Außen trägt. Ich schätze ich werde niemals ein exzentrisches, ausgeflipptes Fashion-Victim. Und ich werde niemals Birkenstocks tragen, nur weil es im Moment Trend ist.
Mein Stil ist unaufgeregt, schlicht. Ich mag an mir eher gedeckte Farben und wenig Print.
Aber das ist auch vollkommen okay so. Es ist auch vollkommen okay, wenn andere für sich andere Entscheidungen treffen. Gewissen Trends nicht hinterher zu laufen ist für mich aber nun mal auch ein Ausdruck von Stil - Bewusstsein. An anderen Menschen mag ich vieles, das ich nie tragen würde.

Mode ist natürlich eine wunderbare Möglichkeit sich auszudrücken. Aber diese ist vielfältig und oft auch kalkuliert. So kann man oft nicht erkennen, ob jemand gerade versucht seiner wahren Persönlichkeit Ausdruck zu verleihen oder ob er bewusst versucht sie zu verstecken. Es gibt so viele, die sich über ihre Klamotten spannender, reicher oder Blabla machen als sie eigentlich sind.
Kleider sind wie Kostüme und geben manchen auch die Möglichkeit, die Realität zu verzerren.
Deshalb zählt der erste Eindruck eigentlich nicht. Erst in Kombination mit dem Charakter kann man wirklich etwas über den Menschen sagen. Man muss wissen wie er die Klamotten einsetzt,
die er trägt.

FranklookbookBlog

white shirt - urban outfitters
darkgreyjeans - COS
shoes - kenzo paris
sunglasses - H&M
trenchcoat - the kooples

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Translation: It is always something special to have a "first day" at school or university.
It's the first time you meet the people who you will spend with the next years with.
When you're in university, you can have some kind of anonymity, if you want to,
because of the high number of students. But in smaller classes, its easier to see everyone in detail.
The question about what to wear seems to be difficult anyway. And because of the fact you're in a fashion-school it seems to be even more important.  Well at least, I think so, because everyone is asking me that question for several weeks now. You know they say, the first impression counts and of course I already had thoughts about my outfit. But in the end I try to decide it spontaneous, like I usually do. It really depends on the weather and on how I feel in this moment. The most important thing for me is feeling self-confident and comfortable; so this is actually going to be my main goal.
I'm not really the type of guy who tries to express my inner creativity. I guess, I'll never be one of those eccentric, freaky fashion-victims, wearing Birkenstock-shoes, although they're in.
You know, I mostly like it simple and plain. And thats totally fine for me. I think you can be even more "style-conscious" when you're able to resist a fashion trend.
Fashion is an awesome possibility to express yourself. But this is manifold and can also be calculated. You can't see whether someone ist trying to express their personality or if someone actually trying to hide it. Clothes can be costumes as well. And so they can help us to deform reality.
So basically the first impression doesn't count at all. Its the combination with the character, which shows us the real human. You have to find out the intention behind wearing those clothes.

8/25/2014